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Heidelberg Hockey Society

 

Karnevalsturnier beim Bonner THV 2008

(Nachbericht)

Am 01.02.08 war es mal wieder soweit. Die Horny Boys versammelten sich zur insgesamt 9. Teilnahme am Karnevalsturnier in Bonn. Unter Ausnutzung sämtlicher zur Verfügung stehender Verkehrsmittel (Privat-PKW, Zug, Flugzeug, Mietwagen) trafen sich folgende Protagonisten in unserem traditionellen Hotel „Europa“: die Ober-Hornys Stefan „Günter“ Mock, Chim „Atze“ Pries, Karsten „CC“ Klische; die Alt-Hornys Thomas Schätzle, Herbert „Herby“ Pietrulla, Oli „The Wall“ Mösner, Jakob „Jay-Jay“ Trefz und die Freshman Jan „Stöck´che“ Stöckel und Flo „Teammanager“ Stindl. Nominell gab es sicherlich schon stärkere Horny Boys Mannschaften, aber kaum trinkfestere! Was sich im Laufe des Turniers als äußerst wichtig erweisen sollte.

Personell verstärkt und optisch stark aufgewertet durch unsere weiblichen „locals“ Ute und Natalie, ging es noch am Ankunftsabend zum ersten karnevalistischen Höhepunkt. Der Karnevalsparty der Polizeihauptdienststelle Bonn in der betriebseigenen Tiefgarage. Wie es sich gehört, wurde uns auch gleich eine echte Kommissarin (Alex, eine Freundin von Ute) als persönliche Betreuerin/Überwachung zur Seite gestellt. Mit Bravour wurde von der geschlossenen Mannschaft diese erste „Thekenprüfung“ bestanden und nebenbei gaben wir der Bestellung „1 Meter Bier“ noch eine völlig neue Dimension (siehe Foto!)

Wenn überhaupt, dann nur leicht angezählt, bestritten wir am nächsten Morgen um 11:30 Uhr unser erstes Spiel (damit hatten wir immerhin ca. 5 Stunden Schlaf!!). Auch ohne die noch erwartete spielerische Verstärkung von Guido „Mika“ Hentschel, holten wir ohne größere Probleme unseren ersten. Auch die nächste Partie wurde sicher gewonnen (dieses mal mit dem inzwischen eingetroffenen „Mika“). Die folgende etwas längere Mittagspause mit Essen, einer Band, der keiner zuhörte, und jede Menge Möglichkeiten „endlich mal wieder was zu trinken“, wirkte sich etwas negativ auf unser Allgemeinbefinden und unserer sportlichen Leistungsfähigkeit aus. Was in einer Niederlage gegen Bonn mündete. Da es sich dabei aber um einen vermeintlichen Turnierfavoriten handelte, und wir laut Chim „ohnehin dieses Turnier nie gewinnen werden“, nahm dies keiner all zu schwer und stürzte sich „voller Elan“ in die Abendveranstaltung des Turniers (Essen + Party). Nachdem aber die Turnierparty überhaupt nicht in die Gänge kam, wurde kurzfristig ein Alternativprogramm im „Sudhaus“ bzw. anschl. in unserer Hauskneipe „Bönnsch“ gestartet. Wobei der Transfer zwischen den beiden Etablissements von ca. 100m schon einige Opfer forderte. Allen voran Jay-Jay, der gegen 22:00 Uhr nur mal einen „kurzen Zwischenstopp“ im Hotel machen wollte und in seinem Zimmer hoffnungslos der Schwerkraft unterlag. Auch noch unsere beiden frisch verliebten Old-Hornys strichen recht frühzeitig die Segel, was den Rest aber nicht davon abhielt gegen 03:00 Uhr das „Bönnsch“ mit abzuschließen und noch eine traditionelle Nacht-Pizza bei „Saddam“ einzunehmen.

Mit einem ausgeschlafen Jay-Jay und zwei ähnlich frischen Heimschläfern, ansonsten aber doch einem mittlerweile etwas Kölsch-geschädigten Team, ging es am nächsten Morgen um 11:00 Uhr gegen die mitveranstaltenden Altstars aus Bonn und es gab die zweite Niederlage im Turnier. Besondere Vorkommnisse dabei waren eine mangelhafte Chancenauswertung und eine etwas überharte Gangart eines Old-Hornys, dessen Name mir hier kurzfristig entfallen ist. Mit dem sicheren Gefühl wieder einmal dieses Turnier nicht gewinnen zu können, spielten wir unser letztes Gruppenspiel gegen Darmstadt. Trotz eines einstimmigen Beschlusses des Mannschaftsrates und einem Gegner, der sogar zwei Damen zur Komplettierung seiner Mannschaft aufbot, wehrte sich Teammanager Flo vehement gegen seine Premiere als Hockeyspieler. Auch ohne diesen vermeintlichen neuen Stern am Hockey-Himmel, wurde dieses Spiel klar gewonnen und plötzlich behauptete „The Wall“ Oli wir seien im Halbfinale. Nach allg. Erstaunen und mehrfachen Nachfragen, entpuppte sich der Turniermodus als ausgesprochener Horny Boys-Fan und wir standen in der Tat im Halbfinale gegen den unbeliebtesten Turnierteilnehmer, den Brüllaffen aus Schweinfurt. Die waren bis zu diesem Zeitpunkt neben ihrem sehr lautem und recht kontaktarmen Auftreten, allerdings auch durch starke Offensivleistungen und deutliche Siege aufgefallen. Trotzdem ging durch den unverhofften Halbfinaleinzug irgendein Ruck durch unsere Mannschaft und wir boten im Halbfinal unsere bis dahin beste Leistung. Wir besiegten Schweinfurt überraschend klar und vor allem spielerisch wirklich sehenswert. Nachdem sich Bonn mit zwei Mannschaften im anderen Halbfinale befand, wurde großzügig seitens des Ausrichters auf dieses Halbfinale verzichtet, um mit den besten Einzelspielern ausgeruht im Finale gegen uns anzutreten. Doch der Lauf unserer Mannschaft war mit dieser Art von Tricks nicht mehr aufzuhalten. In einem wiederum spielerisch sehr ansprechenden Finale gewannen wir knapp und der Bann war nach insgesamt vier Finalteilnahmen in neun Jahren  gebrochen. Endlich konnten wir die traditionelle Beethoven-Büste entgegennehmen und in einer Mischung aus Freunde, Erleichterung und totaler körperlicher Verausgabung wurde dieser historische Sieg an der Clubtheke zusammen mit unseren Finalgegner gefeiert. Alle noch anwesenden Turnierteilnehmer, einschließlich der Bewirtung, freuten sich mit uns und wir ließen das Turnier wirklich schön ausklingen. Thomas, Guido und Jan machten sich dann auf den Heimweg. Was im Falle von Thomas nicht selbstverständlich war, da er am Vortag über mehrere Stunden seinen Mietwagenschlüssel vermisste und erst nachdem schon eifrig mit der Mietwagenfirma telefonisch konferiert wurde, Oli mal nachfragte worum es bei der allgemeinen Aufregung überhaupt ging und den Schlüssel aus der Hosentasche zauberte!?

Der Rest trat in die Vorbereitung des Sonntäglichen Abendprogramms. Gemäß dem Geheimnis unseres mannschaftlichen Erfolges, verschlug es uns in die „Harmonie“. Auch dieser Laden war brechend voll und trotz vehementer Bemühungen unsererseits, konnten die Kölschvorräte nicht gänzlich aufgebraucht werden. Neben dem allgegenwärtigen Siegerlächeln und phantasievollen Verkleidungen, wurde unsere Gruppe optisch noch mehr durch zwei weitere attraktive „locals“ Bella und Suse (der eigentlichen Mutter unserer Bonn-Connection) aufgewertet.

Man will es kaum glauben, aber selbst ein Bonner Marathonfeierer tritt am Vorabend des Rosenmontagzuges etwas kürzer. Die Läden schließen früher, so dass es auch uns nach einem (oder auch zwei) Absacker im „Bönnsch“ und einer „Mitternachtspizza“ bei „Saddam“ (ganz traditionell) verhältnismäßig früh gegen 01:00 Uhr ins Bett verschlug. Allerdings nicht ohne ein neuerliches Schlüsselproblem. Dieses mal dachte sich Ober-Horny CC, der sicherste Platz für seinen Autoschlüssel sei seine lodderige Verkleidungs-Lederhose und nicht etwa seine Sporttasche, die von eineigen Zwischen-Stoppern (Flo, Herbert) auf dem Weg zur „Harmonie“ in seinem Hotelzimmern abgestellt wurde. Wie sich am nächsten Tag herausstellte, schaffte es der Schlüssel nicht einmal bis in die „Harmonie“, stattdessen bestritt er eine komplette Nachtschicht im benutzen Taxi und wurde darin am nächsten Morgen gefunden.

Am nächsten Tag stand der krönende karnevalistische Abschluss mit dem wirklich schönen Rosenmontagszug auf dem Programm. Mit anderen Worten konnten wir uns nach dem Ausschlafen ohne sportliche Unterbrechung bereits frühzeitig (ab 12:00 Uhr) dem Wesentlichen widmen (Wein, Weib und Gesang) und nisteten uns am BTHV-Bierstand mit „Günters Krabbesack“ ein. Allerdings zunächst ohne sein Herrchen, der als Heimschläfer doch so seine Probleme mit den Treffzeiten hatte. Diese teuflischen kleinen  Fläschchen verfehlten ihr Wirkung nicht und es wurde auch dies eine gelungene Karnevaletappe. Sogar für eine Tüte „Kamelle“ reichte es noch, über die sich meine Kinder heute noch freuen. Vor allem Natalie erwies sich dabei als routinierte Rosenmontagszuggängerin mit dem Gespür für den „Kamelle-Regen“. Mein persönlicher Dank dafür!

Nach dem „Zuch“ ging es dann in voller Mannschaftsstärke ins „Höttche“. Bella und Suse waren auch hier mit dabei und spätestens nachdem Suse plötzlich eine Brotzeit hervorzauberte, flogen ihr sämtliche Sympathien zu.

Entsprechend der früheren „Anschluck-Zeit“ bröckelte die Mannschaftsstärke recht zügig dahin, so dass bei der eigentlich verabredeten allerletzten Station im „Bönnsch“ nur noch Bella, Suse, Jay-Jay, CC, Flo und ich ankamen. Hier ging dann das Märchen der 10 kleinen Horny Boys weiter, so dass sich schließlich Jay-Jay und ich den Konditions-Tagessieg teilten und es in der Gesamtsamtwertung ebenfalls mit Flo und meiner Wenigkeit zwei Sieger gab. Glücklich und zufrieden kam nun auch der letzte Horny Boy nach einem ausgedehnten nächtlichen Spaziergang am Dienstagmorgen um ca. 03:30 Uhr im Hotel an.

Flo, Oli und Jay-Jay mussten wegen heimatlicher Verpflichtungen bereits um 08:00 Uhr früh nach Heidelberg zurückfahren. Bei mir aufgrund der Zugverbindung und bei CC, Chim und Stefan wegen des Schlüsselproblems war es etwas später. Alle verband aber noch das tolle Gefühl eines rundum gelungenen Karnevalswochenendes in Bonn. Die Horny Boys verdienten sich sowohl sportlich als auch kameradschaftlich neuerliche Lorbeeren und es wäre höchst verwunderlich, wenn nicht schon bei jedem diesjährigen Teilnehmer das Bonner Karnevalsturnier einen festen Platz im Terminkalender 2009, natürlich inklusive Titelverteidigung, inne hat.

Euer Alt-Horny Herbert „Herby“ Pietrulla

 

(Autor: Herby)